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FESTIVAL: Kurzfilmtage Oberhausen MuVi Award

Es ist wieder soweit. Die Kurzfilmtage Oberhausen finden nun schon zum 50. Mal statt, der Musikvideopreis MuVi zum 6. Mal. Auch dieses Jahr wird der MuVi Award von einem Online-Voting begleitet. Das bedeutet, die Internetuser können ihre Stimme für den Publikumspreis, der mit 500 Euro dotiert ist, abgeben.

Wie in der Print- und Webausgabe der INTRO wollen auch wir nochmal die Nominierungen vorstellen.
Der Autor der Texte ist jeweils Olaf Karnik.

Nominierungen:


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Alle Welt ist Angst (Felix Kubin)
Regie: Mariola Brillowska
Treffender Songtitel. Aber Tits & Ass gibt's hier auch - als Begleiteffekt der Umkleidevorgänge einer Modenschau für OP-Bekleidung, oder was? Leider ist alles nur abgefilmt von einer Live-Darbietung. Trash-Kostüme, transsexuelle Verkleidungen, dazwischen Sprechblasen mit den Songtexten, im Hintergrund ein aufgerastertes Bühnenbild, das für die Kleinfamilie wirbt. Ein Fall für Charlotte Roche.

Stream & Vote
Banlieue Du Vide (Thomas Köner)
Regie: Thomas Köner
Beim Clip wird ja prinzipiell im Nachhinein das Bild auf die Musik gepappt - nicht hier. Durch Köners Personalunion als Komponist und Regisseur werden beide Ebenen scheinbar wechselseitig verschränkt. Wir hören und sehen Kälte. Großartig, wie einzelne Bilder von vereisten Straßen und verschneiten Wegen unmerklich immer weiter ineinander morphen, bis sich die Kartografie einer Landschaft ergibt und der Eindruck einer Reise ohne Bewegung entsteht.

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Beautiful Day (International Pony)
Regie: Drehort Sankt Georg
Auch Drehort Sankt Georg gehören zu den Dauergästen in Oberhausen. Diesmal wird das Clip-Format ganz gesprengt und durch eine handwerklich gut gemachte, fiktive Reportage über ein Konzert von International Pony ersetzt. Die Hauptdarstellerin Angie Reed will die Band unbedingt treffen, verfehlt sie aber jedes Mal. Die Schwarz-Weiß-Bilder wirken jedoch irgendwie künstlich, auch die Fragmentierung der Musik in Konzert-Ausschnitte und Film-Soundtrack ist eher um Originalität bemüht, als dass diese tatsächlich erzeugt wird. Zu nett.

Stream & Vote
Dinge Von Denen (Die Ärzte)   Gewinner Publikumspreis
Regie: Norbert Heitker
Diese an Portisheads ›All Mine‹-Clip angelehnte 60s-Schwarz-Weiß-Fernsehshow-Satire samt ›Dalli-Dalli‹-Zitat und Bildstörung kennt man ausnahmsweise mal aus dem Kontext real existierender Clipkanal-Tristesse. "Behalt den Kram für dich, es interessiert mich", möchte man gerne mit den Ärzten einstimmen, die sowieso fast immer außerordentliche Filmchen für sich werben lassen und eine der besten deutschen Bands überhaupt sind. Für 2005 sei Oberhausen mal eine Ärzte-Werkschau empfohlen.

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Given Ground (Giardini Di Mirò)
Regie: Craig Robinson
›Southpark‹-Look, blasse Farben, tristes Szenario. Kurz vor sieben geht einer mit seinem Hund in einem roten Ganzkörperanzug aus dem Haus, spaziert über graue Felder. Alles kontaminiert? Die Freundin erreicht ihn nicht mehr telefonisch. Ein Auto mit dem Schriftzug NKS (?) und gelb gekleidetem Insassen verfolgt ihn beim Spaziergang. Schließlich geht er samt Hund ins Wasser des Ententeichs. Selbstmord? Am Grund öffnet sich eine Tür, hinter dem roten Vorhang einer Bühne hängt eine gelbe NKS-Uniform. Die Uhr zeigt halb acht. Es bleiben jede Menge Fragezeichen.

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Let's Push Things Forward (The Streets)   Gewinner 1. Preis
Regie: Andi Triedl, Martin Sulzer, Julia Weiger
Da es sich bei den Regisseuren wohl um Deutsche handelt, darf man vermuten, dass die drei eines ihrer Lieblingsstücke der letzten Streets-Platte visualisiert und dies dann der Plattenfirma als Clip angeboten haben. Wie dem auch sei - die im Stil von Zeitungsausschnitt-Collagen ablaufenden Bilder sehen very british aus, beglücken mit vielen schönen Details und treffen das Lebensgefühl von Mike Skinners Musik bestens. Topnett!

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Mugen Kyuukou, How To Believe In Jesus (Tujiko Noriko)   Gewinner 2. Preis
Regie: Graw Böckler
Mit ›Why‹ für Donna Regina haben Graw Böckler ja schon mal den MuVi-Preis gewonnen, hiermit könnte das zum zweiten Mal glücken. Norikos Elektro-Ballade erfährt durch die Visualisierung eine ungemeine Aufwertung: glow, mirror, wave warp, fractal, mosaic, cube, colorama, strobe light oder vegas - eine hell erleuchtete Jesus-Statue wird durch den Kakao der Post-Production-Effekte gezogen. Und Schönheit ist das Scheinen der Idee!

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My Love Is Still Untold (Kante)
Regie: Daniela Sieling
Daniela Sieling gehört zu den Regisseurinnen, die ihre Clips auch in Hinsicht auf Festivals wie Oberhausen produzieren. Die Innerlichkeit von Kantes Musik findet ihre Entsprechung in Äußerlichkeiten von Natur und Kunst: Ohr, Auge, Mund, Blätter und Blumen, Tattoos - alles schön in Weiß getüncht. Zwischendrin ein Selbstportrait en noir. Und die noch geschlossenen Blätter der Rose sprechen: "My love is still untold."

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Trashscapes (Ellen Allien)
Regie: Angelika Lepper
Acid Maria dürfte vielen als DJane bekannt sein, hier versucht sich Angelika Lepper als Clip-Regisseurin. Seit ihrem Studium an der HfG Karlsruhe beschäftigt sich Lepper mit Montagetheorie und Film-Installation. Das äußert sich hier in tryptichonalem Screen-Splitting und rhythmisiertem Bildschnitt. Auch wenn die miniaturisierte Ballett-Performance die fragenden Lyrics ("wer ist wo? wo ist where?" ...) clever bebildert, so ist das Ganze doch zu lang und auf Dauer ermüdend.

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Wordy Rappinghood (Chicks On Speed)
Regie: Deborah Schamoni
Chicks On Speed sind nicht gerade meine Lieblingsband, denn wie viele Konzeptualisten beabsichtigen sie, jederzeit - und besonders im richtigen Moment - das Richtige zu tun. Eine Coverversion des Tom Tom Club - so was von hip! Eigene Kleider als Botschaften - toll wie die Slits! Schrifttafeln fallen lassen wie Dylan 65 und dann noch mit Slogans wie "Art Ploitation", "Middle Class White Girls", "Pay & Pay" oder "Anger" - yep! Der strategische Overkill der hippen Zeichen wird von Deborah Schamoni aber bestens in Szene gesetzt.

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Working Girl (Amon Tobin)
Regie: Corine Stübi
Alles schön in unschuldigem Weiß gehalten, und doch macht sich gespenstische Atmosphäre breit. Tobins TripHop-Instrumental ist so was von egal, die Bilder sind viel stärker und spielen moderne Frauenrollen durch: Kunstkonsumentin, Sekretärin, Go-go-Tänzerin, Pop-Sängerin, Friseurin, Lehrerin, Mutter, Ärztin, Putzfrau, Fleischerin, Masturbatorin, Krankenschwester. Alles automatisierte Gesten und mechanisierte Bewegungsabläufe, und der white cube ist ein Eisblock. Klasse Anti-Identitätspolitik-Clip!

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Die Zeit Heilt Alle Wunder (Wir Sind Helden)   Gewinner 3. Preis
Regie: Cornelia Cornelsen & Florian Giefer
Auf den ersten Blick ein mit Musik von Wir Sind Helden unterlegtes Portrait eines Berliner Rentner-Ehepaars. Doch Text und Musik fungieren als Stichwortgeber für die Akteure und strukturieren den Ablauf der Szenen - die Rentner singen mit, tanzen zur Musik und reagieren auf die Aussagen des Songs. Und ganz im Gegensatz zur Melancholie der Musik entfaltet sich hier ein absolut lebensbejahendes Szenario: Es wird geulkt, geliebt, produziert, posiert, reflektiert, gespielt, über die Stränge geschlagen - so kommt Pop in den Alltag. Groß!
 
 

Freunde: Musikvideos im Netz, Musikvideo, Tonspion, VDSL, Music Videos, Florian Brandel, Frontend Entwicklung Wiesbaden